Auch wenn man eine Fachkraft ist, so passieren auch einem als solche kleine Malheure. Als ich die Ganggenauigkeit einer Jahresuhr einstellen wollte, ist mir das Gewinde der Regulierwelle abgerissen.

Blöderweise hatte diese Welle neben dem üblichen Rechtsgewinde auch ein Linksgewinde mit dem Maß M2,6. Da für Linksgewinde aber keine Schneideisen mit M2,6 norm sind, blieb mir nichts anderes übrig als das nächstliegende Maß, M2,5, zu kaufen. Der test mit einem Probestück hat gezeigt, dass auch M2,5 noch im Gewinde der Reguliergewichte greifen. Also habe ich erstmal ein CAD-Modell gemacht und daraus eine Zeichnung für die Anfertigung.

Also ab mit etwas Stahl auf die Drehbank und los geht's...

Zuerst das gebrochene Rechtsgewinde geschnitten...

und dann das Linksgewinde... Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich noch die kleinen Vierkante aufgefeilt. Mit Hilfe deren kann man später die Welle mittels eines Schlüssels drehen um die Gewichte zu verschieben.

Fertig!

Fazit: Es ist keine Schande, wenn einem mal etwas kaputt geht!